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20

Jul

2014

Telekom storniert Handyrechnung von 4.700 Euro mit Posten von Google Play Store und BOKU Network

Die Drittanbieter Google Play Store und BOKU Network verursachen eine sehr hohe Telekom-Handyrechnung. Die Kosten wurden von einem minderjährigen Kind hervorgerufen. Nach Widerspruch storniert die Telekom die Rechnung.

Meine Mandanten erhielten plötzlich eine sehr hohe Handyrechnung („Schockrechnung“) von ihrem Mobilfunkanbieter Telekom. Darauf waren Posten der Drittanbieter Google Play Store für ca. 4.022 Euro und von BOKU Network für 355 Euro abgerechnet. Der minderjährige Sohn hatte diese Leistungen für ein Computerspiel eingekauft. Nach Verweigerung der Genehmigung durch die Eltern musste die Telekom die Handyrechnung korrigieren.

 

Die Drittanbieter BOKU Network und Google Play Store berechnen Leistungen auf einer Telekom-Handyrechnung über 4.700 Euro.

Was war geschehen?

 

Die Telekom-Mobilfunkrechnung meiner Mandanten war außergewöhnlich hoch, als die Rechnung mit der Post eintraf erhielten diese regelrecht einen Schock. Auf der Handyrechnung fanden sich zahllose Posten für die Drittanbieter Google Play Store und BOKU Network. Alleine Google Play Store rechnete einen Betrag von über 4.022 Euro ab, BOKU Network einen Betrag von 355 Euro. Zusammen mit den normalen Gebühren betrug die Telekom Handyrechnung insgesamt 4.738,08 Euro. Verständlicherweise waren meine Mandanten sehr erstaunt über eine derart hohe Handyrechnung und wollten gegen diese Widerspruch einlegen.

 

Eine Analyse des Einzelverbindungsnachweises ergab, dass sich dort unzählige Positionen der Online-Computerspiele „Clash of Clans“, „Six-Guns“, „The Sims“, „Rayman Jungle Run“, „Shadowgun“, „World War Z“, „Worms 2: Armageddon“ u.a. fanden. Die mit Abstand größte Anzahl an Rechnungsposten verursachte das Spiel „Clash of Clans“ durch die Abrechnung von „Bag of Gems“ und „The Sims“ durch den Einkauf von „Box of Life Points“ oder „Bucket of Life Points“.

 

Es handelt sich hierbei um Zusatzleistungen, die während eines Online-Computerspiels als sog. „InGame“-Leistungen erworben werden können. Meist handelt es sich dabei um Spielwährung, die es dem Spieler ermöglicht, im Spiel z.B. bessere Ausrüstungsgegenstände zu erwerben. Durch eine Anwahloption direkt im Computerspiel kann der Spieler über den Google Play Store bzw. über den Abrechnungsdienstleister BOKU Network derartige Leistungen einkaufen und über die Handyrechnung abrechnen lassen.

 

Das Problem an der Sache ist aber die, dass viele Spieler noch minderjährige Kinder sind. Ist man unter 18 Jahre alt, so kann man nicht so einfach einen rechtsgültigen Vertrag eingehen. Entweder man erhält vor dem Kauf die Einwilligung der Eltern oder Erziehungsberechtigten, oder diese erteilen nach dem Kauf ihre Genehmigung. Liegt keine Einwilligung der Eltern vor und versagen diese nachträglich die Genehmigung, so fehlt es an einem wirksamen Vertrag. Der Drittanbieter (hier Google Play Store und BOKU Network), der die Spiele-Zusatzleistungen verkauft, besitzt dann keine vertragliche Grundlage um Forderungen geltend zu machen.

 

Rechnet nun der Mobilfunkanbieter, in diesem Fall die Telekom, die Drittanbieter auf der Handyrechnung ab, so geschieht auch das ohne vertragliche Basis. In diesem Moment ist die Handyrechnung fehlerhaft, da dort keine Posten auftauchen dürfen, die ohne zugrunde liegenden Vertrag abgerechnet werden.

 

Die Kanzlei Hollweck schaltet sich ein

 

Dementsprechend habe ich die Telekom angeschrieben und mitgeteilt, dass die Rechnungspositionen von Google Play Store und BOKU Network auf der Handyrechnung meiner Mandanten von einem minderjährigen Kind verursacht wurden und die Eltern die Genehmigung hierfür verweigern. Die Telekom verlangte als Nachweis die Zusendung des Ausweises oder Reisepasses des Kindes. Dieses Dokument wurde an die Telekom übersandt. Nachdem die Telekom den gesamten Sachverhalt überprüft hatte, teilte diese die Stornierung der für BOKU Network und den Google Play Store abgerechneten Rechnungsposten auf der Mobilfunkrechnung mit. Meine Mandanten waren natürlich sehr erleichtert, dass die Telekom die fehlende Genehmigung akzeptierte und eine Rechnungskorrektur zugunsten meiner Mandanten vornahm.

 

Google Play Store rechnet das Spiel "Clash of Clans" ab

 

Im Anschluss war die Angelegenheit vollständig beendet, denn meine Mandanten mussten keine weiteren gegen sie gerichteten Forderungen seitens Google Play Store und BOKU Network fürchten. Auch im Anschluss an die Herunternahme von der Handyrechnung waren die beiden Drittanbieter in rechtlicher Hinsicht nicht befugt, meinen Mandanten direkt eine Rechnung zu stellen. Denn durch die fehlende Genehmigung besaßen weder BOKU Network noch Google Play Store eine vertragliche Grundlage, um meinen Mandanten eine Rechnung zu stellen. Die Abrechnung war damit weder über die Telekom-Handyrechnung möglich, noch direkt als Rechnung gegenüber meinen Mandanten.

 

BOKU Network und Google Play Store haben zahlreiche minderjährige Kinder als Kunden

 

Drittanbieter wie BOKU Network und Google Play Store, die Leistungen in Computerspielen verkaufen, müssen damit rechnen, dass eine Vielzahl ihrer Kunden minderjährig sind. Ist ein Kind aber minderjährig, so kann es sein, dass dieses keine Einwilligung der Eltern zum Kauf von Spiele-Zusatzleistungen besitzt, und dass die Eltern im Nachhinein eine Genehmigung des Vertrags verweigern. Das Geschäftsmodell von Drittanbietern wie Google Play Store und BOKU Network muss daher von Anfang an darauf ausgerichtet sein, dass es immer wieder zu einer Forderungsstornierung kommen kann. Die rechtliche Lage ist hier eindeutig, das Gesetzbuch schützt minderjährige Kinder und deren Eltern oder Erziehungsberechtigten.

 

Leider erlebe ich es in meiner Tätigkeit als Rechtsanwalt immer wieder, dass manche Mobilfunkanbieter die eindeutige Gesetzeslage nicht akzeptieren wollen. Diese Anbieter behaupten dann beispielsweise, dass alles, was auf der Handyrechnung der Eltern stünde, auch bezahlt werden müsse. Überlassen die Eltern ihren minderjährigen Kindern das Handy zur Nutzung, so müssten diese auch damit rechnen, dass die Kinder in Online-Computerspielen teure Zusatzleistungen über die Mobilfunkrechnung einkaufen. In rechtlicher Hinsicht ist das natürlich nicht korrekt. Eltern können durchaus ihren Kindern das Handy überlassen, sie müssen nicht damit rechnen, dass die Kinder damit Einkäufe in Spiele-Shops für viele tausend Euro vornehmen. Es liegt hier keine „Anscheinsvollmacht“ vor, wie viele Mobilfunkanbieter behaupten. Alleine die Überlassung eines Handys an Kinder zur normalen Nutzung bedeutet nicht gleichzeitig, dass dies den Anschein erwecken soll, die Kinder dürften damit machen was sie wollen.

 

BOKU Network und Google Play Store müssen den Widerspruch gegen ihre Forderungen akzeptieren

 

Bei der Abrechnung von Drittanbietern wie Google Play Store und BOKU Network über die Handyrechnung handelt es sich zudem lediglich um eine mögliche Zahlmethode von vielen. Es kann aber nicht sein, dass bei der einen Zahlungsmethode die Eltern ihre gesetzlich gewährleisteten Rechte ausüben dürfen, bei einer anderen jedoch nicht. Kauft ein minderjähriges Kind etwas in einem Ladengeschäft in bar, so kann die Mutter oder der Vater den Kauf rückgängig machen, indem man dem Verkäufer die verweigerte Genehmigung erklärt. Gleiches muss gelten, wenn die Zahlung per Handyrechnung erfolgt. Das Gesetzbuch unterscheidet nicht zwischen den verschiedenen Zahlungsmethoden, die Verweigerungsrechte gelten immer. Daran muss sich auch ein Drittanbieter und ein Mobilfunkanbieter, egal ob Telekom, E-Plus/Base, O2/Telefonica, Vodafone, 1&1, Congstar, Klarmobil oder Mobilcom-Debitel etc. halten.

Wie kann Ihnen die Kanzlei Hollweck helfen?

 

Bitte überprüfen Sie zunächst, ob Ihr Drittanbieter-Problem mit Hilfe meiner für Drittanbieter-Fälle speziell entwickelten schriftlichen Rechtsberatung "Drittanbieter auf der Mobilfunkrechnung" gelöst werden kann. Es handelt sich hierbei um eine vollständige und ausführliche Rechtsberatung zum Thema „Drittanbieter“. Da ich seit vielen Jahren Drittanbieter-Fälle als Anwalt rechtlich betreue, habe ich eine Methode entwickelt, mit deren Hilfe jeder selbst gegen unberechtigte Drittanbieterpositionen auf seiner Handyrechnung vorgehen kann. Diese Rechtsberatung steht Ihnen in gedruckter und in elektronischer Form als eBook zur Verfügung. Ausführliche Informationen erhalten Sie hier:

 

Rechtsberatung: "Drittanbieter auf der Mobilfunkrechnung"

 

In dieser Rechtsberatung finden Sie eine Anleitung, die Schritt für Schritt aufzeigt, wie Sie Widerspruch gegen Ihre Handyrechnung einlegen, wie Sie den Drittanbieter kontaktieren und dessen Forderungen widersprechen, und wie Sie letztendlich eine Stornierung der Drittanbieterbeträge erreichen können. Möchten Sie den Handyvertrag vorzeitig kündigen, so wird Ihnen auch hierzu die rechtlich korrekte Vorgehensweise geschildert. Diese Beratung stellt damit eine für Sie günstige Möglichkeit dar, um fehlerhaften Abrechnungen widersprechen zu können.

 

Online-Ratgeber

 

Bitte lesen Sie auch den Online-Ratgeber auf meiner Homepage. Dort beschreibe ich die Drittanbieter-Problematik sehr ausführlich. Evtl. helfen Ihnen diese Informationen bereits etwas weiter:

 

Online-Ratgeber "Drittanbieter"

 

Kostenlose Erstanfrage

 

Sollten Sie mich direkt als Rechtsanwalt beauftragen wollen, so können Sie mir gerne eine kostenlose und unverbindliche Erstanfrage zukommen lassen. Ich überprüfe Ihren Fall, und teile Ihnen mit, ob ich Ihnen helfen kann, und wie hoch die Gebühr hierfür wäre. Durch eine Erstanfrage entstehen Ihnen keine Kosten. Weitere Informationen zur Erstanfrage finden Sie hier:

 

Kontakt Kanzlei Hollweck – Erstanfrage

 

Wichtige Informationen im Rahmen einer Erstanfrage:

 

Wenn Sie eine unverbindliche Erstanfrage an mich stellen, so bitte ich Sie um Beantwortung der folgenden Fragen. Diese erleichtern mir eine Beurteilung Ihres Anliegens.

 

  • Wer ist Ihr Mobilfunkanbieter?
  • Welche Drittanbieter werden auf Ihrer Handyrechnung abgerechnet, und seit wann?
  • Können Sie sich erklären, wie es dazu kam?
  • In welcher Höhe wurden Drittanbieter-Beträge abgebucht?
  • Haben Sie der Mobilfunkrechnung schriftlich widersprochen?
  • Haben Sie die Mobilfunkrechnung über Ihre Bank zurückbuchen lassen?
  • Hat sich der jeweilige Drittanbieter mit einer Rechnung oder Mahnung bereits direkt an Sie gewandt?
  • Wurde ein Inkassobüro eingeschaltet?

 

Ich würde mich freuen, wenn ich Ihnen durch den Online-Ratgeber auf meiner Homepage, durch das hier vorgestellte Buch, oder durch eine Erstanfrage weiterhelfen konnte.

 

Rechtsanwalt Thomas Hollweck

Verbraucheranwalt in Berlin

 

 

Widerspruch gegen die Drittanbieter BOKU Network und Google Play Store auf der Telekom Handyrechnung für Online-Spiel Clash of Clans und Die Sims
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Die Telekom storniert sehr hohe Handyrechnung über 4.700 Euro mit Posten der Drittanbieter Google Play Store und BOKU Network Services de GmbH - Widerspruch gegen eine überhöhte Telekom Rechnung

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Kommentare: 16
  • #1

    Gabi (Freitag, 08 August 2014 09:38)

    Auf meiner Telekom-Rechnung standen auch plötzlich sehr hohe Beträge für Zahlungen an den Google Play Store. Ich konnte mir zunächst überhaupt keinen Reim darauf bilden, habe aber dann herausgefunden dass die Einkäufe scheinbar von meiner kleinen Tochter verursacht wurden. Sie ist sich nicht sicher, hat aber möglicherweise über den Google Play Store bestimmte Sachen für ein Spiel auf ihrem Handy eingekauft. Sie ist erst 12 Jahre alt und ich hoffe, dass ich das Geld nicht bezahlen muss, es sind über 300 Euro. Ich habe die Telekom angeschrieben und mitgeteilt, dass ich mir die abgerechneten Posten nicht erklären kann, aber dass diese scheinbar von meiner minderjährigen Tochter eingekauft wurden. Ich hoffe die Telekom zeigt Verständnis! Ich muss ehrlich sagen dass ich das nicht nachvollziehen kann, wie ein Kind derart hohe Beträge über Google bzw. die Telekom verursachen kann. Meiner Meinung nach darf so etwas nicht einfach passieren, es müsste hier Schranken geben die es verhindern, dass bestimmte Geldsummen nicht überschritten werden dürfen. Was wäre denn, wenn es nicht 300, sondern 3000 gewesen wären oder noch mehr? Dann könnte ich dank Google und Telekom schon bald Privatinsolvenz anmelden :-) Liebe Grüße von Gabi und vielen Dank für den Beitrag auf dieser Homepage!

  • #2

    Franziskus H.G. (Mittwoch, 20 August 2014 11:03)

    Ähnliches wie von meiner Vorrednerin Gabi geschildert lag auch bei mir vor. Mein 14 Jahre alter Sohn hat fröhlich für sein Spiel auf dem Handy zusätzliche Objekte eingekauft, über den Google Play Store, und nun stellt mir die Telekom eine Rechnung von über 500 Euro für dies aus. Ich denke nicht, dass diese Telekom-Rechnung berechtigt ist. Meiner Meinung nach darf die Telekom nicht einfach auf die Handyrechnung setzen, was sie möchte. Der Anwalt, der hier über Drittanbieter etc. schreibt, scheint das ähnlich zu sehen. Ich gehe davon aus, dass ich den Vertrag mit Google Play Store stornieren kann, da mein Sohn minderjährig und nicht geschäftsfähig ist. Ich bete dass die Telekom auch bei mir mitspielt und zeigt sich kulant, es geht hier für mich um wirklich sehr viel Geld...

  • #3

    ck (Sonntag, 24 August 2014 12:09)

    Ich hatte Probleme mit Klarmobil, die mir den Drittanbieter Boku Network Services DE auf die Handyrechnung setzten. Das war bereits im Juli 2013, und es waren ca. 180 Euro. Das war ein ewiges Hin- und her mit Klarmobil. Man sagte mir immer wieder, ich muss den Rechnungsbetrag von Boku bezahlen, egal was ich dagegen vorbringe. Ich buchte die Rechnung zurück und überwies alles an Klarmobil, nur ohne den Anteil für Boku Network Services. Klarmobil war damit nicht einverstanden und sperrte mein Handy. Dann war mir das irgendwann zu viel und ich erklärte Klarmobil die vorzeitige Kündigung wegen Betrug am Kunden. Man muss nicht alles akzeptieren. Nun hat Klarmobil ein Inkassobüro eingeschaltet, das mir Rechnungen von knapp 300 Euro schickt. Es heißt Real Inkasso aus Hamburg. Habe ein Einschreiben mit Rückschein dorthin geschickt, dieser wurde von Real Inkasso nicht einmal unterschrieben. Sehr mysteriös, mit welchen Inkassounternehmen Klarmobil da zusammenarbeitet. Aber das ist mir egal, weder Klarmobil noch Boku noch Real Inkasso werden Geld von mir sehen, für etwas, das ich nicht kenne und nie genutzt habe. Lieber lasse ich mich auf eine Gerichtsverhandlung ein. Warum geht die Polizei oder Staatsanwaltschaft nicht gegen Boku Network Services vor, oder gegen solche Mobilfunkanbieter wie Klarmobil?? Das ist mir ein Rätsel.

  • #4

    Herr Herrmann aus Hessen (Samstag, 13 September 2014 15:46)

    Meine T-Mobile-Rechnung war plötzlich voll mit den irritierendsten Posten mir unbekannter Firmen die hier benannt sind, also BOKU und auch der GOOGLE PLAY STORE. Die Telekom angeschrieben, gesagt dass das alles nicht sein kann, und Widerspruch eingelegt. T-Mobile meint ich muss mich direkt an Boku und Google wenden, das sind die Drittanbieter mit denen ich einen Vertrag eingegangen bin. Natürlich nicht. Kenn keines der beiden, bzw. Google nur als Suchmaschine. Wer oder was ist BOKU??? Kinder habe ich nicht, somit auch keine die Spiele auf dem Handy spielen. Telekom stellt sich auf stumm, gibt nicht nach, ich auch nicht. Diese Rechnung wird nicht bezahlt. Punkt.

  • #5

    Sascha L. (Samstag, 04 Oktober 2014 19:14)

    Meine zwei Kinder haben es scheinbar mit dem Spielen auf dem Handy etwas übertrieben. Resultat war, dass ich von der Telekom einen Handyrechnung von fast 1000 Euro erhielt. Ich war ziemlich geschockt und stellte meine Kinder zur Rede. Diese gestanden, dass sie für Spiele auf dem Handy zusätzliche Einkäufe getätigt haben. Wie hier im Blog beschrieben handelte es sich auch bei mir um Posten von Google Play Store und auch Boku. Scheinbar verdienen diese Unternehmen mit nicht-vorhandenen Leistungen sehr viel Geld. Ich meine, was genau wird denn da verkauft? Etwas Spielwährung in einem Handyspiel? Das stellt keinen realen Gegenwert dar, soll aber mit 1000 Euro bezahlt werden? Ich bin der Meinung dass sich hier die Politik einschalten sollte. Das kann nicht sein dass die Telekom solche Schockrechnungen ausstellen darf, für Spiele die die Kinder spielen, und die Eltern gar nichts davon wissen. Ich habe nun der Rechnung widersprochen und hoffe dass die Telekom eine Stornierung vornimmt. Wenn das so weiter geht bringen die modernen Smartphones sonst auch noch andere Familien in den finanziellen Ruin. Mensch mensch mensch...

  • #6

    Ottonormalverbraucher (Sonntag, 19 Oktober 2014 10:00)

    Auf der Januarabrechnung der deutschen Telekom für das Handy
    meines 13-jährigen Sohnes (läuft über mich) befindet sich ein
    Anteil des Drittanbieters BOKU Network Services DE GmbH
    (180.-€). Nach Rücksprache mit meinem Sohn erklärte mir dieser, dass er beim Online-Spielen im Internet von einem Mitspieler gefragt wurde, ob er noch „Spielgeld“ gebrauchen könne.
    Er gab dem „Mitspieler“ seine Mobilnummer, damit dieser Ihm einige „Codes“ zur Bestätigung zusenden konnte. Geliefert wurde natürlich nichts. Seit der Übersendung der Bestätigung ist der Mitspieler für meinen Sohn nicht mehr zu erreichen. Ich habe sowohl bei der Telekom als auch bei Boku gegen die Berechnung
    unverzüglich Widerspruch eingelegt (Einschreiben-Rückschein).
    Danach bekam ich ein Anschreiben der Firma Boku und der Telekom. Auf beide Schreiben habe ich nicht reagiert.
    Ich habe dann die Lastschrift für die Telekom-Rechnung zurückbuchen lassen und den reinen Mobilfunkanteil
    separat an die Telekom überwiesen. Jetzt erhielt ich eine Mahnung für die restliche 180,.€ von der Telekom. Worauf ich heute morgen mit der Servicehotline telefonierte und forderte, den Drittanbieteranteil zu streichen. Man sagte mir, dass man das nicht könne und ich mich bei der Fa. Boku um eine Gutschrift kümmern solle. Wie soll ich mich weiter verhalten ??

  • #7

    Martin (Freitag, 24 Oktober 2014 15:49)

    Ich habe auch so ein Problem mit überzogener Telekomrechnung! Auf der finden sich Beträge, die ich mir in keinster Weise erklären kann. Die oben von den anderen erwähnten Namen "Boku" und "Google Play Store" sind auch dabei! Das Handy und somit den Mobilfunkvertrag nutzt mein Sohn, der am vor kurzem 14 Jahre alt geworden ist. Er hatte keinerlei Erlaubnis oder Einwilligung von uns. Er sagt, es wären wohl einige SMS unaufgefordert gekommen, die zum Spielen animieren und es könne schon sein, dass er auf Banner geklickt hat, es war ihm aber überhaupt nicht bewusst, dass dies kostenpflichtig sei bzw. wurde dies nicht angezeigt oder mitgeteilt.

    Der ganze Ablauf war genau so, wie Sie es überall beschrieben wird, also Reklamation bei der Telekom, Geld zurück buchen lassen, nur die Telefon-Kosten überwiesen...usw. Ich habe ebenso die Drittanbieter angeschrieben und einer von denen bietet Gott sei Dank Rückzahlung an. Bei der Polizei wurde sogar Strafanzeige gestellt! Ich versuche nun, dass auch die anderen Drittanbieter einlenken und mir das Geld erstatten.

    WICHTIG: Ich kann jedem, der das hier liest, nur raten, UNBEDINGT EINE RÜCKBUCHUNG DER HANDYRECHNUNG durchzuführen!! Man kann gar nicht genug betonen, wie wichtig das ist, denn durch die modernen SEPA-Lastschriften hat man nur noch 8 Wochen Zeit für eine solche Rückbuchung. Sind diese abgelaufen, und der Anbieter hat immer noch das Geld, so wird er es auch nicht mehr so leicht rausrücken. Man müsste dann eine Klage gegen den Anbieter durchführen, und dann wird es richtig langwierig und teuer. Daher am besten gleich über die Bank rückbuchen lassen. Das ist jedenfalls mein Tipp an alle. Habe mich darüber von einem befreundeten Jurastudenten beraten lassen, und ich denke der weiß wovon er spricht.

  • #8

    Monika (Mittwoch, 15 April 2015 12:17)

    Mein Sohn (12 Jahre) hat im Urlaub mein Handy zum Aufladen mitgenommen, "unterwegs" mal eben ein paar Google Play Dienste im Wert von ca. 100 Euro heruntergeladen indem er meine Karte in sein Smartphone gebaut hatte, da er keinen Internetzugang hat. Ich habe nun seit August letzten Jahres mit callmobile geschrieben, genau so wie in Ihren Ratgeber beschrieben, Google Play bestätigt zwar, dass der Betrag erstattet werden müsste, sie können es allerdings nicht mehr, da der ganze Vorgang von callmobile derart herausgezögert wurde, dass nun mehr als ein halbes Jahr vergangen ist und ich auf diverse Einschreibebriefe permanent immer die gleiche Rückantwort erhielt, " ich sei verantwortlich für die Nutzung meiner Karte" auf die Androhung einer Anzeige wegen Betruges, war die Reaktion "dann sollte ich das doch tun! So einfach scheint es dann doch nicht zu gehen, obwohl die Rechtslage eindeutig ist. Ich denke nicht, dass ich die 100 Eur erstattet bekomme.

  • #9

    Bachsau (Dienstag, 17 November 2015 21:32)

    Offenbar fehlt es den betroffenen Eltern ebenso an Medienkompetenz wie ihren minderjährigen Kindern. Sonst hätte sie ihre Kinder im Vorfeld über solche Kostenfallen aufgeklärt. Außerdem lassen sich Drittanbieter-Abrechnungen auch im Vorfeld sperren. Wer soetwas versäumt, handelt grob fahrlässig.

  • #10

    Martin (Donnerstag, 14 Januar 2016 21:20)

    Hallo. Wie ich sehe haben viele das Problem. So jetzt zu mein Problem.

    ich habe kein handy Vertrag. Sprich nur zum aufladen. Ich kaufe ab und an vin mein Guthaben was für mein Spiel aufm handy. Un da kam was von boku das ich fast 70 euro zahlen soll. Kann mir einer das erklären? Mfg martin

  • #11

    Esra (Samstag, 09 April 2016 17:43)

    Ich möchte gerne auf msp das Bronze Paket kaufen aber bin pleite

  • #12

    Ramon (Donnerstag, 05 Mai 2016 06:38)

    999999999999999999999999999999€

  • #13

    Deniz Ezelsoy (Montag, 06 Juni 2016 20:40)

    Bei clach royale will ich super magie truhe kaufen aber habe kein geld
    um es zu kaufen

  • #14

    Bachsau (Samstag, 06 August 2016 13:26)

    Nach der Logik kann sich jeder, der Kinder hat, um Zahlungen drücken. Die Anbieter haben keinerlei Möglichkeit zu prüfen, ob sich gerade ein Kind am Handy befindet oder nicht, so lange der Handyvertrag auf die Eltern läuft. Daher kann ich die Argumentation der Anbieter gut verstehen und der Gesetzgeber ist wieder einmal realitätsfremd und der Zeit hinterher.

  • #15

    Onkel_Owen_Stein (Dienstag, 13 September 2016 15:54)

    Ich kann mich hier nur einreihen. Als ich mir vor paar Jahren mein S3 holte, war das natürlich für meinen Junior das Ding, natürlich erzählt man den Kiddis nicht was man alles über ein offenes Konto für Möglichkeiten hat, aber wie sie nunmal sind - Knöpfchen drücken hier, Knöpfchen drücken da und zack alles erforscht, aber bloß nicht Mama verraten und Mama denkt das selbe zurück. Naja, da er auch noch jung und nicht ganz so auf Handys versessen war, hat man die beiden auch schon mal außer Acht gelassen, man hat ja auch noch Haushalt und kann nicht 24 Std am Tag vor den Kiddis sitzen und sie permanent anstarren damit ja nichts passiert. Aber neugierige Kinder sind leise und schnell, verdammt schnell. Meiner hat auch gleich die Bestätigung per E-Mail abgefangen und augenblicklich gelöscht, das ging 2 Monate für Ihn dank der Telekom super gut, denn entgegen meines Wollens hatten die mir doch die Monatsabrechnung online zur Verfügung gestellt und nicht wie abgemacht per Post. Joar .... mit dem Abschlag der zwei Monate kam auch gleich der Herzinfarkt mit, knapp 2958€ und paar zerquetsche, das schafft! Meinem Sohn hab ich nach ner ordentlichen Triade wieder verziehen, er war da in einem Alter wo sowas neu und aufregend war und rationales Denken nicht mal ansatzweise vorhanden, aber der Telekom hab ich das länger nachgetragen und so abbezahlt wie es mir passte, mal so mal so, den die haben sich an ein paar Ecken nicht nach Vertrag gehalten. Hätte ich das hier nur eher gelesen, egal, aus Fehlern lernt man und seitdem läuft jegliche Finanzbewegung die im Glasfaserkabel davon rauscht über all meine privaten Messenger, sprich wenn ein Pass gebucht wird schreit mein Mailfach, die SMS-Komune und jegliches Gerät was mit verbunden ist und mein Sohn findet es so auch gut, die Schockerfahrung hat bei allen gesessen. Einzig zum späten Abend hin, wenn alles schön ruhig und friedlich ist und plötzlich aus jeder Richtung ein piepen ertönt weil ich gerade die Handys aufgeladen oder Musik runtergeladen habe, könnte ich vor Schreck an die Decke gehen, man kann halt nicht alles haben, in diesem Sinne hoffe ich dass das vielen anderen ersparrt bleibt und wünsche Euch was


    LG
    N. Zilkenat

  • #16

    Lila75 (Donnerstag, 01 Dezember 2016 23:22)

    Ich habe zur Zeit das gleiche Problem.Mein 12 jähriger Sohn hat angeblich bei Google Play Bestellung vorgenommen , kann aber nicht sein weil er in der Zeit in der Schule war. Habe Widerspruch eingelegt ,mal hoffen ob es was bringt .

Rechtsanwalt

Thomas Hollweck

 

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