So

12

Jan

2014

Congstar rechnet angebliches Drittanbieter Abo von Beaunet Lda. ab, ohne dass je eine Leistung erbracht wurde

Angeblich hat mein Mandant ein Abo mit dem Drittanbieter Beaunet Lda. aus Lissabon abgeschlossen. Congstar setzte jede Woche 4,99 Euro auf die Handyrechnung und ging von einem wirksamen Vertrag aus.

Immer wieder kommt es vor, dass plötzlich Abonnements von angeblichen Drittanbieterleistungen auf der Handyrechnung auftauchen. Oftmals kann sich der Kunde nicht erklären, woher diese kommen, und was eigentlich verkauft wird. Die Kanzlei Hollweck stellt hier einen typischen Abo-Fall vor, der den Mobilfunkanbieter Congstar und den Drittanbieter Beaunet Lda. aus Lissabon betrifft.

Was war geschehen?

 

Mein Mandant erhielt wie gewöhnlich seine monatliche Handyrechnung von Congstar, diesmal geriet die Rechnung jedoch etwas höher als normal. Der Grund hierfür war schnell entdeckt, Congstar berechnete jede Woche einen Betrag von 4,99 Euro für ein angeblich mit dem Drittanbieter Beaunet Lda. abgeschlossenes Abonnement. So ergab sich ein zusätzlicher Betrag von ca. 20 Euro auf der Mobilfunkrechnung.

 

Der Name „Beaunet Lda.“ war meinem Mandanten bislang völlig unbekannt, er konnte sich nicht daran erinnern, mit diesem Unternehmen einen Vertrag eingegangen zu sein, er erhielt auch keinerlei Leistungen seitens Beaunet. Der einzige Hinweis auf einen angeblichen Vertrag waren die wöchentlichen Kosten von 4,99 Euro.

 

Per E-Mail wandte sich der betroffene Kunde direkt an seinen Anbieter Congstar und forderte den Mobilfunkprovider auf, den angeblich mit Beaunet abgeschlossenen Vertrag nachzuweisen, bzw. mitzuteilen, welche Leistungen Beaunet Lda oder Congstar an ihn erbracht hätten. Für den Fall dass Congstar einen solchen Nachweis nicht erbringen könne bat mein Mandant um sofortige Stornierung der Rechnungsposten und um eine korrigierte Rechnung ohne Drittanbieterleistungen.

 

Congstar verweist seinen Kunden an Beaunet Lda. in Lissabon

 

Congstar antwortete, dass der Kunde ein Abo mit dem Drittanbieter Beaunet Lda eingegangen sei. Dieses Abo sei vermutlich über eine Seite im Internet oder über eine App zustande gekommen. Hierzu habe der Kunde ein Banner mit einem Link oder einen spezielle Button angeklickt, und anschließend per SMS einen Bestätigungscode erhalten. Diesen Code habe er anschließend auf der Seite von Beaunet eingegeben und dadurch seine Abo-Bestellung verifiziert. Dadurch sei ein wirksamer Vertrag zustande gekommen, Congstar könne aus diesem Grund keine Stornierung der bislang abgerechneten Rechnungsposten vornehmen.

 

Statt eine Stornierung vorzunehmen verwies Congstar seinen Kunden an den Drittanbieter Beaunet Lda in Lissabon. Mein Mandant solle mit diesem Unternehmen Kontakt aufnehmen und dort direkt um eine Stornierung und Erstattung der entstandenen Kosten bitten.

 

Etwas irritiert, dass er sich an eine Firma in Portugal wenden solle, schrieb er mehrere E-Mails an Beaunet Lda, erhielt jedoch nie eine Antwort. Zusätzlich versuchte er den telefonischen Kontakt, trotz der hohen Preise für Telefonate nach Portugal. Beaunet Lda war jedoch auch über die von Congstar angegebene Telefonnummer nie erreichbar. Selbst ein nach Lissabon gerichtetes Einschreiben blieb unbeantwortet.

 

Nachdem jegliche Kontaktaufnahme mit Beaunet gescheitert war, wandte sich mein Mandant erneut an seinen Mobilfunkanbieter Congstar und bat um Stornierung der bislang abgerechneten Beträge. Er schilderte Congstar, dass er auf alle in Frage kommenden Wege die Kontaktaufnahme mit dem Drittanbieter versucht hatte, und dass alle erfolglos blieben. Beaunet Lda kam damit seiner Pflicht, den angeblich abgeschlossenen Abo-Vertrag nachzuweisen, nicht nach. Ebenso wenig konnte Beaunet Lda nachweisen, welche angeblichen Leistungen im Rahmen des Abos erbracht wurden.

 

Congstar verweigert sich einer Lösung

 

Mein Mandant gab nicht auf und versuchte weiterhin, mit Congstar eine Lösung zu finden. Er führte Congstar vor Augen, dass es die Aufgabe eines Mobilfunkanbieter sei, diesen vor derart agierenden Unternehmen zu schützen. Beaunet Lda sei in weiten Teilen des Internets dafür bekannt, unberechtigte Abrechnungen zu stellen. Insofern könne es nicht sein, dass Congstar es mit offenen Augen zulässt, dass diese Firma Abos auf die Handyrechnung setzt. Er teilte Congstar deutlich mit, dass der einzelne Kunde keine Chance gegen Beaunet Lda und andere Drittanbieter hat, da diese nicht auf Anschreiben reagieren und telefonisch nicht erreichbar sind. Buchen diese Unternehmen dennoch weiter Beträge über die Handyrechnung ab, so kann nur der Mobilfunkprovider dies stoppen.

 

Leider fühlte sich Congstar von dieser Argumentation nicht angesprochen. Erneut wies Congstar darauf hin, dass eine Erstattung der Abo-Gebühren nicht in Betracht komme. Das besondere an diesem Fall war, dass Congstar weiterhin wöchentlich den Betrag von 4,99 Euro auf die Mobilfunkrechnung setzte, obwohl mein Mandant dem bereits widersprochen hatte und um Einrichtung einer Drittanbietersperre bat.

 

Die Kanzlei Hollweck schaltet sich ein

 

Nachdem mein Mandant nicht alleine gegen Congstar angehen konnte, wandte er sich an mich. Nach Prüfung der Sach- und Rechtslage wurde Congstar umgehend die sofortige außerordentliche Kündigung des Mobilfunkvertrags aufgrund dauerhafter Falschabrechnung erklärt.

 

Ein Mobilfunkunternehmen, das seinen Kunden ständig fehlerhafte Rechnungen ausstellt, trotz Widerspruch seitens des Kunden keine Korrekturen vornimmt, und selbst eine gewünschte Drittanbietersperre nicht in die Tat umsetzt, hat kein Recht darauf, den Vertrag fortzuführen. Hier wurde mehrfach gegen vertragliche Vereinbarungen und rechtliche Grundsätze verstoßen, so dass eine außerordentliche sofortige Kündigung des Mobilfunkvertrags ohne weiteres rechtlich möglich war. Mein Mandant hatte genug von Congstar, er wollte nur noch weg von diesem Unternehmen, und sich einen anderen kundenfreundlicheren Anbieter suchen.

 

Außerordentliche Kündigung rechtlich möglich

 

In rechtlicher Hinsicht ist in derartigen Fällen eine außerordentliche Kündigung ohne weiteres möglich: Congstar hat angebliche Leistungen des Drittanbieters Beaunet Lda auf die Handyrechnung gesetzt, ohne dass es hierfür eine vertragliche Grundlage gibt, und ohne dass Beaunet Lda Leistungen gegenüber meinem Mandanten erbracht hat. Nachdem ein Kunde einer solchen Handyrechnung widersprochen hat, wäre es die Aufgabe von Congstar gewesen, entweder die Rechnung zu korrigieren und die Drittanbieterposten zu stornieren, oder aber einen Vertrag und die erbrachten Leistungen nachzuweisen. Stattdessen hat Congstar behauptet, dass die Beträge von dem Kunden bezahlt werden müssen, da sie auf der Rechnung stehen, und der Kunde demzufolge einen Vertrag mit dem Drittanbieter abgeschlossen habe. Zudem hat Congstar den Kunden an den Drittanbieter in Lissabon verwiesen, welcher dort aber unter den angegebenen Kontaktdaten nie erreichbar war.

 

In rechtlicher Hinsicht hätte Congstar die Drittanbieterpositionen stornieren und anschließend eine korrigierte Handyrechnung erlassen müssen. Dies beruht darauf, dass man als Kunde einen Anspruch auf eine fehlerfreie ordnungsgemäße Abrechnung hat. Dies ist ein vertraglicher Bestandteil und fällt unter die sog. „Nebenpflichten“ eines Vertragsverhältnisses. Die Hauptpflichten sind für den Anbieter die Erbringung der vertraglichen Leistung, also die Ermöglichung der Nutzung der Mobilfunkdienste. Für den Kunden ist die Zahlung der Rechnungen eine der vertraglichen Hauptleistungspflichten. Neben diesen existieren zahlreiche Nebenpflichten, welche im Normalfall in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen geregelt werden. Und darunter fällt, wie erwähnt, die Ausstellung einer korrekten monatlichen Abrechnung über die genutzten Leistungen. Enthält die Handyrechnung völlig unbekannte fremde Dienste, so liegt eine fehlerhafte Rechnung vor, und der Mobilfunkanbieter kommt seinen Pflichten nicht nach.

 

Congstar hätte die Forderung zurück an Beaunet Lda. geben müssen

 

Nachdem Congstar die Rechnung storniert hat, hätte dieser Mitteilung an Beaunet Lda in Lissabon machen müssen, dass die Leistungen seitens des Kunden bestritten und widersprochen wurden. Anschließend hätte der Drittanbieter sich direkt an meinen Mandanten wenden und ihm eine eigene Rechnung präsentieren sollen. Auf dieser Rechnung hätten die genauen erbrachten Leistungen bezeichnet werden müssen. Mein Mandant hätte aufgrund dieser Abrechnung demnach exakt erkennen können müssen, wofür er zahlen soll. Die simple Bezeichnung „Abo“ hätte dem nicht genügt. Der Drittanbieter hätte ausführlich beschreiben müssen, was das für ein Abo ist und welche Leistungen damit erbracht werden. Auf Wunsch wäre Beaunet Lda verpflichtet gewesen, die angeblich bestehende vertragliche Grundlage nachzuweisen.

 

Leider verhält es sich in den wenigsten Fällen so. Viele Mobilfunkanbieter in Deutschland verhalten sich rechtswidrig und nehmen keine Rechnungsstornierung vor, wenn unbekannte Drittanbieterleistungen fehlerhaft über die Handyrechnung abgerechnet werden. Das liegt natürlich daran, dass die Provider über die Drittanbieter selbst viel Geld verdienen können. Oftmals handelt es sich hierbei um die Hälfte des abgerechneten Betrags. Würden die Mobilfunkanbieter die Drittanbieterleistungen wieder stornieren, so entginge ihnen dieser Gewinn. Daher fällt es zahlreichen Providern sehr schwer, die rechtlich geforderte Rechnungskorrektur vorzunehmen.

Wie kann Ihnen die Kanzlei Hollweck helfen?

 

Bitte überprüfen Sie zunächst, ob Ihr Drittanbieter-Problem mit Hilfe meiner für Drittanbieter-Fälle speziell entwickelten schriftlichen Rechtsberatung "Drittanbieter auf der Mobilfunkrechnung" gelöst werden kann. Es handelt sich hierbei um eine vollständige und ausführliche Rechtsberatung zum Thema „Drittanbieter“. Da ich seit vielen Jahren Drittanbieter-Fälle als Anwalt rechtlich betreue, habe ich eine Methode entwickelt, mit deren Hilfe jeder selbst gegen unberechtigte Drittanbieterpositionen auf seiner Handyrechnung vorgehen kann. Diese Rechtsberatung steht Ihnen in gedruckter und in elektronischer Form als eBook zur Verfügung. Ausführliche Informationen erhalten Sie hier:

 

Rechtsberatung: "Drittanbieter auf der Mobilfunkrechnung"

 

In dieser Rechtsberatung finden Sie eine Anleitung, die Schritt für Schritt aufzeigt, wie Sie Widerspruch gegen Ihre Handyrechnung einlegen, wie Sie den Drittanbieter kontaktieren und dessen Forderungen widersprechen, und wie Sie letztendlich eine Stornierung der Drittanbieterbeträge erreichen können. Möchten Sie den Handyvertrag vorzeitig kündigen, so wird Ihnen auch hierzu die rechtlich korrekte Vorgehensweise geschildert. Diese Beratung stellt damit eine für Sie günstige Möglichkeit dar, um fehlerhaften Abrechnungen widersprechen zu können.

Online-Ratgeber

 

Bitte lesen Sie auch den Online-Ratgeber auf meiner Homepage. Dort beschreibe ich die Drittanbieter-Problematik sehr ausführlich. Evtl. helfen Ihnen diese Informationen bereits etwas weiter:

 

Online-Ratgeber "Drittanbieter"

Kostenlose Erstanfrage

 

Sollten Sie mich direkt als Rechtsanwalt beauftragen wollen, so können Sie mir gerne eine kostenlose und unverbindliche Erstanfrage zukommen lassen. Ich überprüfe Ihren Fall, und teile Ihnen mit, ob ich Ihnen helfen kann, und wie hoch die Gebühr hierfür wäre. Durch eine Erstanfrage entstehen Ihnen keine Kosten. Weitere Informationen zur Erstanfrage finden Sie hier:

 

Kontakt Kanzlei Hollweck – Erstanfrage

 

Wichtige Informationen im Rahmen einer Erstanfrage:

 

Wenn Sie eine unverbindliche Erstanfrage an mich stellen, so bitte ich Sie um Beantwortung der folgenden Fragen. Diese erleichtern mir eine Beurteilung Ihres Anliegens.

 

  • Wer ist Ihr Mobilfunkanbieter?
  • Welche Drittanbieter werden auf Ihrer Handyrechnung abgerechnet, und seit wann?
  • Können Sie sich erklären, wie es dazu kam?
  • In welcher Höhe wurden Drittanbieter-Beträge abgebucht?
  • Haben Sie der Mobilfunkrechnung schriftlich widersprochen?
  • Haben Sie die Mobilfunkrechnung über Ihre Bank zurückbuchen lassen?
  • Hat sich der jeweilige Drittanbieter mit einer Rechnung oder Mahnung bereits direkt an Sie gewandt?
  • Wurde ein Inkassobüro eingeschaltet?

 

Ich würde mich freuen, wenn ich Ihnen durch den Online-Ratgeber auf meiner Homepage, durch das hier vorgestellte Buch, oder durch eine Erstanfrage weiterhelfen konnte.

 

Rechtsanwalt Thomas Hollweck

Verbraucheranwalt in Berlin

 

 

 

Der Drittanbieter Beaunet Lda setzt unberechtigte Leistungen auf die Congstar Handyrechnung und berechnet ein Abo für 4,99 Euro in der Woche
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Congstar rechnet seinem Kunden ein Abo auf der Mobilfunkrechnung ab, das dieser angeblich mit Beaunet Lda. aus Lissabon (Portugal) abgeschlossen hat

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Kommentare: 2
  • #1

    Sandro (Freitag, 24 Oktober 2014 16:41)

    Ich habe ähnliche Probleme mit Congstar. Auch bei mir hat sich ein Drittanbieter auf die Handyrechnung gesetzt, es handelt sich aber nicht um Beaunet, sondern um Marvelo Media S.R.L. Ich habe nie von dieser Firma gehört, Congstar behauptet aber dass ich mit Marvelo Media S.R.L. ein Abo abgeschlossen habe. So wie oben in dem Artikel geschildert. Ich bin mir aber 100prozentig sicher dass ich nie mit diesem Marvelo Media S.R.L. ein Abo abgeschlossen habe. Einmal hat mir Congstar knapp 60 Euro auf die Rechnung gesetzt, einmal fast 100 Euro. Das ist mir auf die Dauer zu teuer für NICHTS. Habe jetzt Congstar um eine Drittanbietersperre gebeten. Sollte das nicht funktionieren, so würde ich ohne weiteres mit sofortiger Wirkung kündigen. Falls ich tatsächlich mit Marvelo Media S.R.L., was auch immer die machen, ein Abo abgeschlossen habe, dann hätte ich das doch irgendwie bemerken müssen, oder? Und was habe ich durch das Abo erhalten? Ich habe nie einen Gegenwert für mein Geld gesehen. Grüße.

  • #2

    Gerd (Samstag, 04 April 2015 00:41)

    Grundsatz: Jede Person und jedes Unternehmen will ohne Ausnahme mein Bestes: Mein Geld. Da wird gnadenlos jeder Trick angewendet. Es ist die große Kunst, dem Kunden zu vermitteln, dass er ohne Argwohn die angebotene Lieferung und/oder Leistung annimmt, bestellt und bezahlt. Da werden alle wichtigen Informationen im Angebot weggelassen, die nur den Anschein erwecken könnten, dass sich der Kunde gegen das Angebot ausspricht. Um es auch hier klar und deutlich zu sagen: Auch Rechtsanwälte gehören zu dieser Kategorie, das konnte ich bereits mehrfach selbst erfahren, wobei Verallgemeinerungen immer falsch sind.
    Auch ich gehöre zu den congstar-Kunden, die über den Tisch gezogenen wurden. Gleiche Masche mit Drittanbietergebühr wegen eines angeblichen Abo-Abschlusses. Seit November 2014 kämpfe ich um mein Recht, und das ohne Erfolg!
    Was ich unternahm (in Stichworten): Einsprüche bei congstar, Einschreiben an congstar, Abo-Kündigungen beim Drittanbieter, Stornierung der Konto-Abbuchung, Rückbuchung von Teilen der bezahlten Rechnungen, Drittanbietersperre aktiviert, Einschaltung der Bundesnetzagentur, Beauftragung eines Medienanwaltes mit der Wahrnehmung meiner Interessen.
    Wichtig ist die Höhe des Streitwertes, der in jedem Fall anders ist. In meinem Fall ging es um etwa € 70,- Ganz typisch für alle angeschriebenen Gegner, ob von mir selber per Einschreiben oder durch Schriftsätze des Rechtsanwalt: KEINE ANTWORT! Ganz im Gegenteil: constar bedrohte mich mit allen erdenklichen Maßnahmen wie Inkasso und Meldung bei der Schufa, kündigte mir den Vertrag und schaltete meine Nummer ab. Und was empfiehlt der Rechtsanwalt, den meine Rechtsschutzversicherung zunächst eine Erstberatung bezahlt? Kein gerichtliches Vorgehen. Und er sagt nicht laut und deutlich, dass durch die geringe Höhe des Streitwertes eine Klage bei Gericht überhaupt nicht angenommen wird, obwohl ich ihm zu Beginn meine diesbezüglichen Bedenken vortrug. Er wollte den Betrag für eine Erstberatung kassieren, obwohl er durch seine Berufserfahrung sicher wusste, dass in meinem Fall jede Aktion sinnlos wird.
    Nachdem ich nun durch die Bundesnetzagentur schriftlich erfuhr, dass congstar in jedem Fall der falsche Ansprechpartner für Rückforderungen und Stornierung der Abos ist, sondern vielmehr der Drittanbieter, forderte ich den Rechtsanwalt auf, gegen den Drittanbieter vorzugehen. Und was macht der Rechtsanwalt? Er macht es wie die anderen auch: Er reagiert nicht mehr, weder auf schriftliche noch auf telefonische Vorsprache. Er hat sein Geld verdient und ich bin ihm jetzt nur noch lästig.
    Stand ist:
    - 70,- € eingebüßt
    - ein gekündigter Vertrag
    - keinen Netzzugang mehr mit meinem Telefon
    - eine existierende jährliche Prämienzahlung an meine Rechtschutzversicherung in Höhe von € 178,-
    - eine unbändige Wut im Bauch, dass ich in diesem Wirtschafts- und Rechtssystem Betrügern schutzlos ausgeliefert bin
    - keine wirkliche Hilfe, den Betrügern das Handwerk zu legen, nicht mal von der Bundesnetzagentur
    Das, meine sehr verehrten Damen und Herren ist die Praxis! Zumindest, wenn es sich um Streitwerte handelt, die nicht gerichtsrelevant sind. Und solche Konstellationen sollten auch Sie in Ihrem Beitrag hier nicht verschweigen und den Opfern nicht Hoffnungen machen auf Erfolge, die niemals eintreten können.

Rechtsanwalt

Thomas Hollweck

 

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Verbraucherrecht

in Berlin

 

Rechtsgebiete

  • Zivilrecht
  • Vertragsrecht
  • Verbraucherrecht
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Tätigkeiten

  • Beratung
  • Außergerichtliche Vertretung
  • Gerichtliche Vertretung

 

Mandanten

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Thomas Hollweck

Verbraucheranwalt

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